Nicht mehr unterstuetzte Verhaltensweisen und Zustaende
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Der technische Fortschritt

  25.07.10 17:50, von , Kategorien: main

Wer heutzutage eine krisensichere Beschaeftigung ohne die Gefahr des Burnout-Symdroms sucht, dem sei der Beruf des Fahrradhaendlers empfohlen. Fahrradhaendler wirken auf mich immer wie die lebendige Verkoerperung des ZEN-Buddhismus, die in einer Sorge-Dich-Nicht-Lebe-Mentalitaet an ihr Tagwerk herangehen. Das Berufsbild wird uebrigens von der Bundesregierung gefoerdert, sodass es keinen Mangel an Kundschaft geben sollte. Dazu kommt, dass es mit der Qualitaet von Fahrraedern nicht soooo weit her ist, wie selbst an fuer meine Begriffe hochwertige Exemplare zu sehen ist.

Unlaengst gab das Fahrrad wieder unwirsche Geraeusche von sich. Bei naeherer Betrachtung des Hinterrades war der Uebeltaeter schnell ausgemacht: Eine Speiche war wieder gebrochen, schon die zweite innerhalb eines Jahres, und bammelte halblose im Rad. Dabei bin ich etliche Jahre ohne Speichenbruch Fahrrad gefahren. Ich schiebe das mal auf die grosse Last des Fahrzeugfuehrers, den das Gefaehrt zu tragen hat. Manche sagen, es laege auch an der Zugkraft des Elektromotors, obwohl die letzte Speiche bei der Talfahrt entkommen war.

Also Freitagnachmittag zum ortsansaessigen Fahrradhaendler. Ich weiss, es war nicht der, bei dem ich das Rad erworben hab, aber er ist auch in der Innung. Das Malleur war schnell erklaert und der Schaden wurde beguckt. Speiche wechseln geht wahrscheinlich mit Ausbau des Hinterrades incl. Gangschaltung einher. Ich weiss, jetzt nicht gerade eine schoene Beschaeftigung zum Freitagnachmittag. Deswegen wurde als Abholtermin Mittwoch ausgemacht. Nachmittag. Ich rechnete kurz durch: 3 Arbeitstage ohne Fahrrad. Wie sollte man auf Arbeit kommen ohne Rad? Tja ... es sind nun gerade Ferien und viel Leute und ueberhaupt ... also Mittwoch. Mhm, offenbar kann man sich bei einem Fahrradhaendler nicht vorstellen, dass man das Fahrrad fuer den Weg zur Arbeit brauch. Es wurden auch keine Anstalten zur Ausleihe eines Ersatzrades getroffen, wie man vielleicht in einer Autowerkstatt einen Ersatzwagen angeboten bekommen haette.  Wahrscheinlich steht das Fahrrad eh bloss 3 Tage rum, ehe es Mittwochmittag repariert wird. Also fragte ich, ob ich das Rad spaeter bringen koennte? Naja, nach den Ferien im September waere es schon besser, war die Antwort. Aeh, haeh? Wahrscheinlich sei ja auch das Hinterrad arg verbogen und muesse gerichtet werden. Aeh, von einer fehlenden Speiche?? Naja, das Fahrrad blieb da und ich tappelte nach Hause.

Samstag dann der Anruf: Ich kann mein Fahrrad abholen. Juhu! Man kann das Fahrrad nicht reparieren, weil man die Sorte Speichen nicht da haette! Aeh, WAAAAS?!?!?!

Die Russen waren im  Weltall, die Amis auf dem Mond. Und hierzulande kriegt man nicht mal eine Speiche am Fahrrad gewechselt? Vielleicht sollte ich mich an die Chinesen wenden zwecks Fahrradkompetenz, aber die bauen gerade ein Mailsystem auf Basis von Hadoop.

Gegen das Klappern hab ich die Speiche an ihrer Nachbarin festgebunden. 's Lebbe geht halt weiter.

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