Nicht mehr unterstuetzte Verhaltensweisen und Zustaende
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Einmal nach Aalkasten, bitte

  27.04.18 13:11, von , Kategorien: main

Eigentlich bedaure ich ja die potentiellen Fahrgaeste im Nahverkehr, die sich in einer Schlange am Fahrkartenautomaten anstellen, um ein gueltiges Reisedokument fuer S-Bahn, U-Bahn oder Bus zu erwerben. Die Automaten bieten dann, natuerlich unterschiedlich in den jeweiligen Verkehrsverbunden, ein riesiges Menue mit verschiedenen Fahrscheinoptionen an. Es kann dann schon mal eine Weile dauern, ehe man eine Zuschlagskarte gefunden hat. Vielleicht ist das Display noch verschmiert oder wegen dem starken Sonnenlicht nicht lesbar. Vielleicht draengeln auch schon die anderen Wartenden, weil sich der nahende Zug durch Geraeusche bemerkbar macht. Dabei geht es doch viel einfacher: Den Fahrkartenautomat tragen doch die meisten Leute schon mit sich rum.


Die meisten Apps der Verkehrsvertriebe wie BVG, VBB, LVB bieten neben Fahrplanauskuenften auch Preisauskuenfte und Bezahloptionen an, meistens. Durch eine unglueckliche Fuegung habe ich mich da vor einiger Zeit ins Aus manoevriert durch die Anschaffung eines Microsoft Lumia 950 Handys. Das Geraet laeuft mit Microsoft-Betriebssystem und Microsoft konnte bei den App-Entwicklern nicht die kritische Masse erreichen, damit dieses System ausreichend supportet wird. So gibts zwar fuer die Verkehrsverbuende eine App, aber genau die Bezahlfunktion fehlt dadrin!

Das sollte ein altes Android-Handy schaffen, welches dann fuer den Fahrkartenkauf mitzufuehren war. Die Bezahlung erfolgt ueber Handyrechnung bzw. Kreditkarte. Aber wie es so ist, mit alten Sachen, es gibt keine Updates und irgendwann funktioniert dann die App nicht mehr.
Beim Thema Kreditkarte bin ich dann stutzig geworden. So eine Handy-App ist ja eigentich auch nur eine Web-Applikation. Vielleicht kann man die mit einem Browser erreichen und darueber die Fahrkarte kaufen?! Tatsaechlich gibt es die Webseite http://www.handyticket.de. Die Registrierung und Login erfolgt ueber Handynummer und PIN, die per SMS zugeschickt wird. Damit ist der Nutzerkreis schon ziemlich zugeschnitten. Loginversuche und Erraten der Passwortfrage wurden abgewiesen. Offenbar hatte ich mich frueher schon mal dort registriert, genauer beim ZVON - Zweckverband Verkehrsverbund Oberlausitz-Niederschlesien. Nur dort konnte man den PIN wieder entsperren. So weit so gut. Fahrkarten konnte man jetzt kaufen und zwar von Zittau bis Aachen, aber nicht nach Berlin. Dort muss man zum VBB wechseln. Das klappt aber nicht, weil zwar das Portal handyticket.de fuer alle da ist, aber man nur einem Verkehrsverbund zugewiesen ist. Offenbar wurde der DIenst von *sehr* sesshaften Leuten programmiert. Man kann nicht von einem Verkehrsverbund zu einem anderen wechseln, man muss sich neu registrieren. Gluecklich waehnt sich derjenige, der noch eine zweite Handynummer in Gebrauch hat (siehe oben). Die Prepaidkarte kann jetzt also im Berliner Raum verreisen. Fast.
Die elektrische Fahrkarte brauch man natuerlich auf dem Handy, denn sonst muss man ja den Laptop oder PC bei der Kontrolle vorweisen. Okay, man kann die Karte auch noch ausdrucken, das geht. Aber ich surfte mit dem Handy auf www.handyticket.de, loggte mich ein und wollte die Reise von Ort A nach Ort B planen, denn Zonenfahrkarten kamen fuer diese Reise nicht in Frage. Ich weiss, das ist nicht so leicht zu verstehen, aber das noch zu erklaeren, geht jetzt wirklich zu weit. Bei der Auswahlmenue von Startort gab es immer noch "Aalkasten (UM)". Neuladen der Seite half nicht, neu aus- und einloggen ebend so wenig. Es ging immer nur von Aalkasten nach ... Aalkasten. UM stand offenbar fuer Uckermark, also da wo Frau Merkel herkommt. Die naechste Frage lautet, wie kam die nach Berlin? Ja nicht mit Handyticket und nicht mit diesem Handy.
Beim Aufruf der Webseite ueber Firefox auf dem Laptop offenbarte sich das ganze Grauen. Offenbar hat der Programmierer alle Orte von Berlin und Brandenburg in ein Optionsmenue geladen! Das hat dann der Browser im Handy verweigert zu laden, weil viel zu gross. Der Firefox mit 3 GHz CPU und 8 GB RAM machte das auf dem PC klaglos und man konnte tatsaechlich die gewuenschte Ortschaft aussuchen und die Fahkarte dafuer loesen. DIese ist natuerlich SOFORT gueltig, man kann also nicht die Karte fuer morgen heute schon kaufen. Der Beleg erscheint dann im Menue "gekaufte Tickets" und das kann man dann vom Handy abrufen und zur Kontrolle vorlegen. Na, war das nicht einfach.

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